Home - History - Schleiz 1981 »Kontakt »Disclaimer
Quellen:
MOTORistická soucasnost (Zeitschrift)
Illustrierter Motorsport (Zeitschrift)
Svet motoru (Zeitschrift)
Hotbox

          scr.civ.pl
Dieter Georg, Reiner Brand, Dietmar Graupner, Uwe Lorenz, Gerhard Hahnel, Christoff Ziegenbalg (Rennfahrer)
Jürgen Müller: Schleizer Dreieckrennen - Die Ergebnisse (Buch)
Angelika Schalle
Steffen Enke
Formel 3 Guide
Helga Heinrich:
Die Rennamazone aus dem Vogtland (Buch)
Motorsport in der DDR
Schleizer Dreieck Rennen 1981

Schleiz:
1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980
1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971 1970
DDR:
1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980
1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971 1970
Helga Heinrich ZwickauMT 773:38.7 = 125,613
 1. Peter Mücke Autotrans Berlin Zastava 110027:45,7 = 131,940
 2. Jürgen Käppler Brand Erbisdorf Lada 210127:55,5
 3. Sieghard Sonntag Marienberg Lada 2101128:11,2
 4. Wolfgang Krug Großenhain Lada 2101128:11,9
 5. Klaus Peter Schachtschneider Beelitz Lada 2101128:18,2
 6. Dietmar Isensee Stendal Lada28:18,7
 7. Horst Kornacker Post Berlin Lada 2101128:41,3
 8. Hans Joachim Gorgel Zehdenik Lada 2101128:42,4
 9. Klaus Hornbogen Dynamo Erfurt Lada 2101 29:20,1
10. Bernd Müller Chemie Greiz Döhlau Lada 2101129:44,3
11. Jürgen Salzmann Eisenach Lada29:54,3
12. Gerd Schalle Naumburg Lada 2101130:13,8
13. Jörg Peter Renger Arnstadt Lada30:13,9
14. Thomas Lamla   Lada1 Rd. zur.
15. Wolfgang Radke Berlin Skoda 120L1 Rd. zur.
schnellste Runde: Mücke 3:24,6 = 134,270 km/h
 1. Frieder Kramer ZwickauMT 77-127:27,0 = 150,759 km/h
 2. Hartmut Thaßler DresdenMT 77-127:28,9
 3. Ulli Melkus DresdenMT 77-127:37,6
 4. Manfred Günther ScheibenbergSRG Lada27:43,0
 5. Wolfgang Wöhner IllmenauLada 28:28,1
 6. Roland Prüfer GreizSEG Lada28:28,3
 7. Wolfgang Günther FinsterwaldeSEG III Lada 28:29,4
 8. Eberhard Grüner ZwickauMT 80 28:45,9
 9. Helga Heinrich ZwickauLada 29:11,6
10. Volker Worm LeipzigMT 77-129:12,3
11. Hans Jürgen Vogel HermsdorfSEG Lada30:18,0
12. Horst Görlitz FinsterwaldeSEG III 1 Rd. zur.
13. Antanas Atanosow BulgarienMTX1 Rd. zur.
14. Vaclav Lim CSSRAvia 4 Rd. zur.
schnellste Runde: Kramer 2:59,8 = 152,790 km/h
 1. Bernd Richter DresdenLada23:40,5 = 135,376 km/h
 2. Peter RöbkeGothaMT 77-123:44,4
 3. Jürgen Meißner DresdenMT 77/8123:53,0
 4. Bernd Rauscher ErfurtHTS Lada23:05,6
 5. Wolfgang PetriLeipzigHTS 7924:16,8
 6. Bernd DungerDresdenHTS26:06,7
 7. Werner KernchenMeiningenLada26:13,4
 8. Martin SchulzBerlinLada4 Rd. zur.
schnellste Runde: Röbke 3:20,0 = 137,358 km/h
 1. Klaus Schumann Lützkendorf Trabant 60122:52,4 = 120,103 km/h
 2. Karl Hiemisch Greiz Trabant 60122:52,7
 3. Hans Dieter Kessler Kali Merkers Trabant 60123:05,5
 4. Uwe KleinzLützkendorf Trabant 60123:21,5
 5. Steffen NickoleitDiethendorf Trabant 60123:46,7
 6. Stromhardt Kraft Perleberg Trabant 60123:50,1
 7. Reiner Brand Gotha Trabant 60123:50,5
 8. Herbert Halte Gotha Trabant 60124:18,1
 9. Hans Peter JägerKarl Marx Stadt Trabant 60124:26,1
10. Erwin RauerLeipzig Trabant 60124:27,6
11. Rüdiger RichterSondershausen Trabant 60124:28,3
12. Klaus HeineckeAschersleben Trabant 60124:28,8
13. Ralf UnbehaunErfurt Trabant 60125:01,8
14. Bernd HäntzschelNeustadt Trabant 60125:07,7
15. Manfred ScheytzaLützkendorf Trabant 60125:13,4
16. Werner AlexanderDresden Trabant 60125:14,9
17. Heiner LubnerHoyerswerda Trabant 60125:16,7
18. Richard HentschelZwickau Trabant 60125:50,2
19. Siegfried MichelNeustadt Trabant 60126:04,4
20. Stefan PernerDresden Trabant 60126:10,5
21. Horst BalanskiLeipzig Trabant 60126:11,0
22. Peter SüssemilchEisenach Trabant 60126:14,6
23. Manfred SchwarzLockwitzgrund Trabant 60127:03,3
24. Hans FernauMagdeburg Trabant 6012 Rd. zur.
schnellste Runde: Hiemisch 3:45,5 = 121,825 km/h
 1. Peter Mücke DDRZastava39:59,4 = 137,450 km/h
 2. Vlastimil TomasekCSSRLada40:17,6
 3. Ladislav Bares CSSRLada40:58,0
 4. Hans Jürgen Käppler DDRLada41:03,1
 5. Michal Bogatyrew UdSSRWAS41:31,0
 6. Wolfgang Krug DDRLada42:02,6
 7. Milos Bychl CSSRZastava42:29,8
 8. Aleksej Grigoriew UdSSRWAS42:50,1
 9. Horst Kornacker DDRLada43:02,6
10. Nicu Grigoraz RumänienDacia43:17,6
11. Bernd Müller DDRLada43:18,1
12. Adolf Fesarek CSSRLada MTX1 Rd. zur.
13. Klaus Hornbogen DDRLada1 Rd. zur.
14. St. Jankowitsch RumänienDacia1 Rd. zur.
15. Jörg Peter Renger DDRLada1 Rd. zur.
16. Ursu Buerebista RumänienDacia1 Rd. zur.
17. Nikolai Bachmirov UdSSRWAS1 Rd. zur.
18. Imre Gulyas UngarnLada4 Rd. zur.
19. Andras Szabo UngarnLada5 Rd. zur.
20. Pal Gaal UngarnLada10 Rd. zur.
schnellste Runde: Mücke 3:17,1 = 139,379 km/h
 1. (1) Frieder Kramer DDRMT 77-136:33,5 = 150,298 km/h
 2. (2) Ulli MelkusDDRMT 77-136:34,3
 3. (5) Jiri Moskal CSSRMTX 1-0337:08,0
 4. (20) Hartmut Thaßler DDRMT 77-137:13,1
 5. (4) Toomas NapaUdSSREstonia 2037:15,0
 6. (22) Wolfgang GüntherDDRSEG Lada37:25,0
 7. (21) Jiri RosickyCSSRMTX 1-0337:40,2
 8. (19) Gerhard DomresDDRMT 77-137:43,0
 9. (6) Alexander MedwetschenkoUdSSREstonia 2037:49,9
10. (9) Jiri CervaCSSRMTX 1-0338:03,1
11. (23) Jiri MicanekCSSRMTX 1-0338:03,6
12. (25) Roland PrüferDDRSEG Lada38:04,0
13. (24) Pawel EisenhammerCSSRMTX 1-0338:05,3
14. (10) Jacek SzmidtPolenPromot38:20,9
15. (7) Karel JilekCSSRMTX 1-0338:45,0
16. (11) Ilja ChubirowBulgarienMTX 1-0339:05,9
17. (26) Edgar LindgrenUdSSREstonia 2039:08,2
18. (13) Sandor KovaczUngarnLada40:29,4
19. (15) Frigyes TuranUngarnLada1 Rd. zur.
20. (16) Lech JaworowiczPolenPromot1 Rd. zur.
21. (17) Nikolai StanchevBulgarienMTX 1-031 Rd. zur.
22. (27) Josef KielbaniaPolenPromot2 Rd. zur.
23. (28) Sergej RaitchoBulgarienMTX 1-033 Rd. zur.
Ausfall (8) Toivo AsmerUdSSREstonia 20Rd. 8
Ausfall (14) Hironim KochanskiPolenPolski FiatRd. 7
Ausfall (3) Manfred GüntherDDRSRG MTRd. 5
Ausfall (18) Kaltscho HinowBulgarienMTX 1-03Rd. 4
Ausfall (29) Bernd KasperDDRMT 77-1Rd. 3
Ausfall (12) Csaba AzstalosUngarnIkarusRd. 1
schnellste Runde: Melkus 3:00,2 = 152,451 km/h
Text aus IMS 09/81
 
Schleiz 81 - 240.000 Zuschauer erlebten spannende Rennen
 
Im Mittelpunkt des Rennsonntags standen die beiden internationalen Automobilläufe.
Den Start gewinnen, sofort die Spitze übernehmen und dann los, was das Zeug hält - das war Peter Mückes Rezept im internationalen Tourenwagenrennen. Es funktionierte ausgezeichnet. Lediglich CSSR-Fahrer Vlastimil Tomasek behielt den Zastava des Berliners im Blickfeld.
Diese beiden lieferten sich dann ein 8-Runden-Duell, ständig die Führungsposition wechselnd. An der Buchhübelkurve ging Vlastimil Tomasek an Peter Mücke vorbei, in der Stadt, in der Abfahrt zur Seng und besonders in der Heinrichsruher Kurve konterte Peter Mücke. Das wiederholte sich in jeder Runde. Im 8. Durchlauf wurde dem CSSR As dieser nervenaufreibende Zweikampf zu heiß. Er ließ den mehrfachen DDR-Meister ziehen. Am Schluss wurde sein schneller Lada noch Reifenprobleme (Luftverlust) gehandikapt. Da war das Duell aber schon entschieden.
Mit Hans Jürgen Käppler erhielt ein weiterer DDR-Fahrer großen Beifall. Aus den hinteren Reihen startend, verbesserte er sich von Runde zu Runde, kämpfte sich vom zehnten bis auf den fünften Platz vor. Der Vizemeister des Vorjahres hatte seinen Wagen wieder ausgezeichnet in Schuss.
Den zweiten Leckerbissen der Veranstaltung hatten sich die Schleizer wieder bis zum Schluss aufgespart. Im letzten Rennen des Tages ging es bei den B8-Rennwagen bis 1300ccm um wichtige Punkte für den Freundschaftspokal der sozialistischen Länder. Nach drei von fünf Wertungsläufen hatten die Aktiven unseres Motosportverbandes hier die führende Position übernommen. Erst am Sonntag entgültig nominiert, vertraten Frieder Kramer, Ulli Melkus und Manfred Günther die DDR in diesem speziellen Mannschaftswettbewerb.
Der Start begann mit einem großen Tohuwabohu. In der Mitte des 28-Fahrer Feldes gab der Motor des Ungarn Azstalos trotz aller Startversuche keinen Mucks mehr von sich. Als die Ampel auf grün umschaltete, blockierte der Renner die Piste, die hinter ihm Stehenden mussten umständliche Ausweichmanöver in Kauf nehmen.
An der Spitze war die Post jedoch blitzschnell abgegangen. Als die B8-Piloten wieder in Sicht kamen, gab es im DDR-Lager ein hörbares Aufatmen: Ulli Melkus und Frieder Kramer jagten vor ihren schärfsten Rivalen aus der CSSR und der UdSSR heran. Kurz danach schloss zu ihnen auch Manfred Günther auf. Das sah für die Pokalwertung hervorragend aus.
Leider lief es nicht so weiter, denn mit Maschinenschaden musste Manfred Günther in der fünften Runde die Segel streichen.
Das Spitzenduo, nun nur noch allein im Pokalkampf, ließ sich vom Pech des Scheibenbergers nicht beeindrucken. Es vergrößerte konstant seinen Vorsprung. Die beiden Experten schienen fast ständig die Ideallinie unter den Rädern zu haben, ihre Motoren dröhnten beruhigend gleichmäßig.
Das Finale entschied Frieder Kramer für sich. Ulli Melkus wurde zum Schluss ein wenig langsamer. Jiri Moskal aus der CSSR, der vergeblich versucht hatte, die Konstellation an der Spitze noch zu verändern, tauchte als Dritter in der Oberböhmsdorfer Kurve auf.
Sachsenring-Sieger Bernd Kasper konnte hier nicht zum Zuge kommen. Im Training war ihm ein Kolben seines hochgetunten Ladamotors abgerissen. Die Maschine war nicht mehr zu gebrauchen. Die ganze Nacht hindurch hatte er mit seinen Helfern gebaut, doch auch mit dem Ersatzmotor von Helga Heinrich kam er nicht mehr aufs Trapez. Temperaturprobleme machten die letzte Hoffnung zunichte.
Für Peter Mücke und Frieder Kramer war es in Schleiz ein doppelter Erfolg, denn auch in den zuvor ausgetragenen Meisterschaftswettbewerben dieser Klassen hatten sie eindeutig dominiert.
Den schnellsten Renntrabanten fuhr erneut Klaus Schumann vom MC Lützkendorf, den Runden- und Klassenrekord seiner Kategorie verbessernd. Seine schnellste Runde drehte er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 122 km/h.
Abschließende Bemerkung: Die Mannschaft um Rennleiter Gerhard Elschner hatten die 81er Auflage des Schleizer Dreieckrennens jederzeit "voll im Griff". Und auch das machte diese große Motorsportveranstaltung zu einem beeindruckenden Erlebnis.
 
Randnotizen
Der Rennkurs zeigte sich weiter verbessert. Neue Sicherheitsstreifen wurden in der Haarnadelkurve, am Buchhübel sowie zwischen Oberböhmsdorf und der Waldkurve angelegt. Vor den Boxen gibt es jetzt eine schützende Leitplanke.
Gerhard Domres (MC Sangerhausen) lief die Zeit weg. Im B8-Meisterschaftslauf lag er an zweiter Position, als das Pleullager nicht mehr mitmachte. Bis zur letzten Minute vor dem Pokallauf wurde fieberhaft gebaut. Der Motor musste völlig zerlegt werden. Er schaffte es gerade so.
 
Wolfgang Eschment
© IMS 1981
Links:
Hotbox

          scr.civ.pl