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Dieter Georg, Reiner Brand, Dietmar Graupner, Uwe Lorenz, Gerhard Hahnel, Christoff Ziegenbalg (Rennfahrer)
Jürgen Müller: Schleizer Dreieckrennen - Die Ergebnisse (Buch)
Angelika Schalle
Steffen Enke
Formel 3 Guide
Motorsport in der DDR
Schleizer Dreieck Rennen 1983

Schleiz:
1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980
1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971 1970
DDR:
1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980
1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971 1970
 1. Petr BoldCSSRLada27:25,5 =133,560 km/h
 2. Hans Dieter KesslerKali MerkersZastava27:26,8
 3. Dietmar IsenseeStendalLada27:27,7
 4. Klaus Peter SchachtschneiderBeelitzLada27:59,6
 5. Wolfgang KrugGroßenhainLada28:02,6
 6. Sieghard SonntagMarienbergLada28:06,6
 7. Jürgen KäpplerBrand ErbisdorfLada28:12,6
 8. Josef StudenicCSSRLada28:13,0
 9. Werner LiebersKarl Marx Stadt NordZastava28:22,6
10. Viliam MiklikCSSRWAS28:23,0
11. Hans Joachim GorgelZehdenickLada28:23,9
12. Gerhard HahnelWieheLada28:47,3
13. Bernd MüllerGreizLada29:16,2
14. Ludwig SteinmetzCottbusLada29:30,5
15. Jürgen SalzmannEisenachLada29:44,5
16. Fritz BergerPost BerlinLada31:10,5
17. Klaus HornbogenErfurtZastava31:11,0
18. Hans Günther WiegeleppNaumburgLada31:11,5
19. Michael TschascheBarkas Karl Marx StadtLada31:12,4
schnellste Runde : Nr.31 Bold 3:19,7 = 137.564 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
Der Sonntag ließ sich wesentlich besser an. Das begann schon beim Wetter. Über Nacht war der Kurs abgetrocknet, hin und wieder kam sogar die Sonne durch. Beriets zum ersten Rennen, dem DDR-Meisterschaftslauf der 1300er Tourenwagen, konnten die Slicks hervorgeholt werden.
Die Entscheidung fiel zwischen hans Dieter Kessler, Dietmar Isensee und Peter Bold aus der CSSR, der als Gast für diesen Lauf eine Startgenehmigung bekommen hatte. Die drei hatten sich nach den Anfangskilometern ziemlich schnell absetzen können.
Lange Zeit deutete alles auf enen Sieg von Kessler hin, der mit seinem Zastava bis zur fünften Runde den andere beiden immer um etliche Längen voraus war. Bis dann der ehrgeizige CSSR-Fahrer (für die Pokalmannschaft war er nicht nominiert worden) alles auf eine Karte setzte und vorbei zog.
Der Merkserer liess sich nicht nervös machen: die 15 Meisterschaftspunkte waren wichtiger als ein Sieg auf Biegen und Brechen. Wobei es soviel ruhiger trotzdem nicht wurde, denn Dietmar Isensee hing hinter ihm wie eine Klette. Der Lada des Stendalers lief wie von einer Schnur gezogen.
Sieghard Sonntag beendete den 1300er Tourenwagenwettbewerb mit einem fast platten Vorderreifen. Ungewöhnliche Ursache: In den neu hatte sich eine Anstecknadel (!) gebohrt. Der Reifendruck sank von Runde zu Runde.
 1. Ulli MelkusDresdenMT 77-126:40,8 = 154,451 km/h (SR)
 2. Heiner LindnerLeipzigSRG Lada26:43,5
 3. Wolfgang GüntherFinsterwaldeSRG III Lada27:25,7
 4. Heinz SiegertKV LeipzigMT 77-127:27,3
 5. Manfred GüntherScheibenbergMT 77128:05,5
 6. Jiri RosickyCSSRMTX 1-0628:44,2
 7. Klaus LudwigZwickauMT 77-128:47,7
 8. Bernd RauscherVK ErfurtHTS28:50,4
 9. Jürgen MeißnerDresdenMT 77/8128:59,2
10. Hans Jürgen VogelHermsdorfMT 77-129:01,5
11. Helmut HoffmannPost BerlinSEG Lada29:13,5
12. Wolfgang WöhnerIllmenauMT 7829:18,9
13. Eberhard GrünerZwickauMT 801 Rd. zur.
Unfall Bernd KasperDresdenMT 77-1
Unfall Horst GörlitzFinsterwaldeSEG Lada
schnellste Runde : Nr.93 Kasper 2:54,7 = 157,250 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
Bei den Rennwagen kamen die ADMV-Streiter endlich zum Zuge. Das Geschehen des Meisterschaftslaufes sah man im DDR-Lager allerdings noch mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Trainingsschnellster Ulli Melkus gewann mit neuem Streckenrekord, doch Mitfavorit Bernd kasper, auch für das Pokalequipe vorgesehen, fuhr im sechsten Durchgang auf den überrundeten Horst Görlitz auf, der den schnellen Dresdener im Rückspiegel offenbar überhaupt nicht gesehen hatte. Deeen demolierter Wagen war dann zum Pokallauf nicht mehr zu reparieren.
 1. Steffen KämmererChemie LeipzigSEG Lada24:11,1 = 132,521 km/h
 2. Gerhard FriedrichKV GeraLada24:17,6
 3. Werner JuppeLockwitzgrundLada24:18,0
 4. Thomas LamlaBerlinLada25:08,2
 5. Harald LandgrafPost BerlinLada25:11,4
 6. Reinhard WeiserBernburgLada25:12,1
 7. Gerrit Dirk BrauneVK ErfurtSEG Lada25:13,6
 8. Joachim GregorBautzenSEG Lada 25:28,1
 9. Wieslaw MalychaKV GeraSEG Lada25:33,3
10. Mathias StarkSchleizSEG Lada25:37,0
11. Norbert KernchenMeiningenLada26:44,3
12. Manfred HengstLeipzigHTS27:06,4
13. Reinhard KnuttiGeraLada1 Rd. zur.
DQ (14.) Peter WeißRiesaLada1 Rd. zur.
15. Wolfgang PetriLeipzigHTS2 Rd. zur.
schnellste Runde : Nr.83 Lamla 3:22,1 = 135,930 km/h
 1. Klaus SchumannLützkendorfTrabant 60122:38,2 = 121,359 km/h
 2. Steffen NickoleitDiethendorfTrabant 60122:38,9
 3. Ralf UnbehaunErfurtTrabant 60123:12,0
 4. Klaus GohlkeFSE BerlinTrabant 601
 5. Peter LünserGothaTrabant 601
 6. Rainer BrandGothaTrabant 601
 7. Peter SüssemilchEisenachTrabant 601
 8. Manfred ScheytzaLützkendorfTrabant 601
 9. Herbert HalteGothaTrabant 601
10. Stefan PernerDresdenTrabant 601
schnellste Runde : Nr.5 Schumann 3:42,6 = 123,412 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
Klaus Schumann hatte bei den Trabanten zwar einen starken Konkurrenten - diesmal versuchte sich Steffen Nickoleit an ihm - doch am Ende war der Lützkendorfer erneut nicht zu schlagen. Der Meistertitel ist nun so gut wie perfekt.
Text aus Illustrierter Motorsport
Schade, das es nachher im Pokallauf so daneben ging, weil die Technik nicht mitspielte. Nach der siebenten Runde stand die komplette DDR-Mannschaft mit Defekten am Streckenrand. Hans Dieter kesslert ging der Motor aus ("Schon in der Einfahrrunde gab es SAussetzer"), Wolfgang Krug kämpfte anscheinend mit Kerzenproblemen, Sieghard Sonntag stoppte ein Pleulschaden und Dietmar Isensee setzte ein platter Vorderreifen matt (Splittersteinchen hatten sich durchgedrückt").Der überraschend klare Dreifachsieg der CSSR-Fahrer - Krejbich vor Tomasek und Bares - wurde übrigens für die Mannschaftswertung annulliert: Entgegen den Pokalbestimmungen hatten sie eigenen Kraftstoff statt dem des Veranstalters eingesetzt. Null Punkte also.
Es klappte dennoch: Ulli Melkus packte es allen. Ganz elegant, ohne Gewaltaktion. Das bestens eingestellte Lada-Triebwerk hinter ihm lieferte den (mehr als) nötigen Druck dazu. Den am Buchhübel noch vor ihm liegenden Jiri Cerva (CSSR) ließ er wenig später geradezu stehen. Nach drei Runden verlor die gesamte CSSR-Konkurrenz endgültig den Anschluß. Auch die Verfolger aus dem starken UdSSR-Team kamen nicht mehr heran.
Der Vorsprung des 31-jährigen Kfz-Ingenieurs vergrößerte sich unaufhörlich. Als die schwarz-weiß karierte Flagge fiel, hatte er sage und schreibe 21 Sekunden herausgefahren. "Der Wagen ging tadellos und die Schleizer Strecke lliegt mir sowieso besonders gut" meinte er anschließend beim Siegerinterview.
Ende gut, alles gut, denn etliche Punkte holten auch Manfred Günther (6.) und Heinz Siegert (15.), der zum Schluß mit seinem vierten Gang noch Probleme hatte: "Da müssen alle Zähne gleichzeitig abgeschert sein. Mit dem dritten Gang ging es auf der Geraden natürlich wesentlich langsamer."
Fazit:die CSSR bahauptete ihre führende Position, die UdSSR blieb, wenn auch etwas knapper, auf dem zweiten Platz vor der nun aufkommenden DDR-Vertretung.
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